Hausärzte: dringender Handlungsbedarf!

7. November 2011Aktivitäten, Tags:
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Eben hat die Berner Regierung den Bericht “Hausarztmedizin im Kanton Bern” publiziert. Sechs Jahre hat sie dafür gebraucht.

 

Die Erkenntnisse sind wenig beruhigend. In vielen Gebieten – auch im Oberaargau – nimmt die Ärztedichte dramatisch ab. Einzig in der Region Bern gibt es genügend Hausärzte. Hier einige Zahlen, diese wurden noch vor der Verwaltungsreform erhoben, deshalb nach den (abgeschafften) Amtsbezirken und nicht nach Verwaltungsregionen. Die Zahl drückt die Anzahl Ärzte pro 10’000 Einwohner im Jahr 2009 aus:

 

Bern:                          16,7

Biel:                            12,4

Thun:                          10,3

Interlaken:                   10,2

Wangen:                       8,2

Aarwangen:                 6,4

Trachselwald:              6,4

Büren:                          5,8

 

 

Diese Entwicklung ist – gerade für die ländlichen Regionen – dramatisch. Weniger Hausärzte, gleichzeitig eine immer ältere Bevölkerung, die nach medizinischen Leistungen fragt. Gerade in den ländlichen Regionen müssen diese wenigen Ärzte den Notfalldienst leisten. Und noch etwas: viele von ihnen kommen in diesen Jahren ins Pensionsalter. Sie finden aber keine Nachfolger. In bestimmten Regionen nehmen Hausärzte keine neuen Patienten mehr auf.

 

Mein Grossratskollege und Arzt Dr. Thomas Heuberger hat bereits 2005 darauf aufmerksam gemacht. Es ist zu wünschen, dass jetzt etwas geschieht, dass die Regierung konkrete Pflöcke einschlägt.

 

Ich werde mich in den nächsten Wochen intensiv mit dieser Frage befassen. Als Präsident der grossrätlichen Kommission, die den Hausarztbericht verfasst, bin ich ganz besonders daran interessiert, dass wir hier Resultate erzielen.

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