Munition in Schweizer Seen
Bis Mitte des 20. Jahrhunderts hat die Schweizer Armee Tonnen von Munition in unseren Seen versenkt. Das hat eine Studie des VBS gezeigt. Alleine im Thunersee sind so 4’600 Tonnen Munition “entsorgt” worden.
Zu Beginn des 21. Jahrhundert hat unter anderem der von mir präsidierte Bernisch-Kantonale Fischereiverband BKFV gefordert, dieses Material sei zu bergen. Das nicht zuletzt aufgrund von auffälligen Organveränderungen bei den Fischen im Thunersee.
Das VBS hat dann unter Einbezug der kantonalen Fachstellen eine umfangreiche Untersuchung durchgeführt. Ein interdisziplinäres Spezialistenteam hat die Fragen rund um die versenkte Munition und ihre Auswirkungen auf Mensch und Umwelt geklärt. Parallel dazu hat das bernische Fischereiinspektorat die Ursachen der Organveränderungen bei den Thunersee-Fischen untersucht.
Heute nun hat das VBS die Resultate dieser Studien veröffentlich.
Wesentlichster Punkt ist, dass der Bund auf die Bergung der versenkten Munition verzichten will. Er begründet dies damit, dass keine Munitionsspuren ins Wasser der Seen ausgetreten sind. Dazu kommt, dass die Munition am Seegrund stark einsedimentiert ist. Auch konnte kein Nachweis dafür erbracht werden, dass die Organveränderung bei den Felchen im Thunersee durch die Munition bedingt sind. Ein wesentlichster Grund ist für mich aber, dass die Bergungsarbeiten die empfindlichen Ökosysteme über Jahre ganz erheblich belasten würden.
Ich kann mit dem Entscheid, auf die Bergung zu verzichten, leben. Auch wenn es störend ist zu wissen, dass unsere Gewässer Kehrichtgrube für diese Art von Abfällen sind, es wäre unverhältnismässig, unsere Gewässer einen derart starken Eingriff zu unterziehen. Alleine schon das Aufreissen des Seegrundes bildet doch einen erheblichen Eingriff.
Eines aber gilt es sicherzustellen. Die Munition muss weiter beobachtet werden. Sollte das Wasser plötzlich unter der Belastung leiden, sollten im Seewasser Spuren von entsprechenden Verunreinigungen angetroffen werden, dann müsste die Lage erneut beurteilt werden.
Fischen – auch für Frauen!
Im Kanton Bern sind weniger als 5 % der Fischenden Frauen. Das ist für mich unverständlich, ist doch die Fischerei eine Tätigkeit, welche unabhängig vom Geschlecht mit gleich viel Erfolg – und grosser Befriedigung! – ausgeübt werden kann.
Als Präsident der Berner Fischer – und eben Fischerinnen! – liegt mir daran, dass vermehrt Frauen mit der Angelei in Kontakt kommen. Aus diesem Grund unterstützt der bernisch-kantonale Fischereiverband seit Jahren Schnupper-Kurse für Frauen. Ein solcher findet nun bald wieder statt.
Dies ist eine hervorragende Gelegenheit für interessierte Mädchen und Frauen, mit der Fischerei in Kontakt zu kommen.
Datum: Samstag, 30. Juni 2012
Ort: Fischerhaus Erlenau, Münsingen
Programm: Fischkunde, Gewässerkunde, Gerätekunde, Knotenkunde, Besichtigung Fischzucht, Mittagessen, Montagen binden, Artenkunde. Höhepunkt wird das Fangen eines Fisches durch jede Teilnehmerin sein. Zum Abschluss: gemeinsames Fischessen!
Die Kurskosten betragen CHF 30.00. Interessierte können sich bei mir melden.
Nun Frauen, es liegt an euch!
Markus Meyer, begeisterter Fischer
Hausärzte: dringender Handlungsbedarf!
Eben hat die Berner Regierung den Bericht “Hausarztmedizin im Kanton Bern” publiziert. Sechs Jahre hat sie dafür gebraucht.
Die Erkenntnisse sind wenig beruhigend. In vielen Gebieten – auch im Oberaargau – nimmt die Ärztedichte dramatisch ab. Einzig in der Region Bern gibt es genügend Hausärzte. Hier einige Zahlen, diese wurden noch vor der Verwaltungsreform erhoben, deshalb nach den (abgeschafften) Amtsbezirken und nicht nach Verwaltungsregionen. Die Zahl drückt die Anzahl Ärzte pro 10’000 Einwohner im Jahr 2009 aus:
Bern: 16,7
Biel: 12,4
Thun: 10,3
Interlaken: 10,2
Wangen: 8,2
Aarwangen: 6,4
Trachselwald: 6,4
Büren: 5,8
Diese Entwicklung ist – gerade für die ländlichen Regionen – dramatisch. Weniger Hausärzte, gleichzeitig eine immer ältere Bevölkerung, die nach medizinischen Leistungen fragt. Gerade in den ländlichen Regionen müssen diese wenigen Ärzte den Notfalldienst leisten. Und noch etwas: viele von ihnen kommen in diesen Jahren ins Pensionsalter. Sie finden aber keine Nachfolger. In bestimmten Regionen nehmen Hausärzte keine neuen Patienten mehr auf.
Mein Grossratskollege und Arzt Dr. Thomas Heuberger hat bereits 2005 darauf aufmerksam gemacht. Es ist zu wünschen, dass jetzt etwas geschieht, dass die Regierung konkrete Pflöcke einschlägt.
Ich werde mich in den nächsten Wochen intensiv mit dieser Frage befassen. Als Präsident der grossrätlichen Kommission, die den Hausarztbericht verfasst, bin ich ganz besonders daran interessiert, dass wir hier Resultate erzielen.
Die Würfel sind gefallen…
Die Würfel sind gefallen. Hier die Resultate “meiner” Liste im Detail:
Ich erreiche 34’946 Stimmen und erziele den 5. Platz. Das reicht nicht zur Wahl. Es ergeht mir genau gleich wie vor 4 Jahren. Damals kam Ricardo Lumengo aus dem Nichts, dieses Jahr ist es Matthias Aebischer. Selbst wenn Hans Stöckli am 20. November in den Ständerat gewählt werden sollte, so rücke ich nicht nach, bin im besten Fall erster Ersatz.
Tja nun, ich muss mit dem Ergebnis so leben. Mein persönliches ist im Übrigen sehr gut. Ich konnte gegenüber vor 4 Jahren 10% zulegen, habe mit grossem Vorsprung das beste Ergebnis aller kandidierenden Grossräte gemacht. Gegen den TV-Moderator Matthias Aebischer und den Berner Stadtpräsidenten Alexander Tschäppät allerdings konnte ich mich nicht durchsetzen.
Ich danke allen, die mich in den vergangenen Monaten – und auch sonst! - unterstützt haben.
Mit herzlichen Grüssen
Markus Meyer
Nicht von mir – über mich!
Ein bisschen Narzissmus gehört zu einem Politiker, auch einer Politikerin. Das sieht man in diesen Tagen überall, ich will mich da überhaupt nicht ausnehmen. Gerne weise ich deshalb an der Stelle auf meine Wahlzeitung11 hin.
Die ist nicht “von Meyer über Meyer”. Vielmehr berichten verschiedene Leute über mich. Politische Weggefährten. Mein Jugendfreund Pedro Lenz. Eine Polizistin. Und mein ehemaliger Lehrmeister Hansruedi Hirsbrunner. Er hat aus mir nicht nur einen Maurer gemacht. Sondern noch viel mehr.
Hier gehts zur Wahlzeitung11
Ihnen allen danke ich herzlich!
Markus Meyer, Roggwil
